Plötzlich Pflegefall!

pflegen, betreuen & beraten am Ammersee

Plötzlich Pflegefall  –  Was ist zu tun und wer hilft weiter?
Woran erkennen Sie einen Pflegefall?
Durch Krankheit oder einen Unfall wird vielfach klar, dass ein Angehöriger für immer Hilfe braucht. Dann müssen die nächsten Verwandten in kürzester Zeit eine Lösung finden. Pflegebedürftigkeit kann aber auch ein schleichender Prozess sein. Der Alltag wird beschwerlicher. Die zeitliche und örtliche Orientierung ist gestört. Die Wohnung und die Kleidung sind zunehmen verwahrlost. Das Verhalten der eigenen Eltern verändert sich immer stärker. All dies können Anzeichen für eine zunehmende Hilfsbedürftigkeit sein.

Folgende Checkliste zeigt Ihnen, welche Fragen es im Pflegefall zu klären gilt und woran Sie denken müssen:

  • Wo finde ich eine gute Beratung?
    Seit 2008 haben Pflegebedürftige einen gesetzlichen Anspruch auf kostenlose und unabhängige Beratung. Pflegestützpunkte und unabhängige Pflegeberater bieten eine umfassende Pflegeberatung an. Ebenfalls beraten können ambulante Pflegedienste und Krankenkassen, wobei diese Beratung nicht immer neutral sein muss.
  • Wie beantrage ich Leistungen bei der Pflegeversicherung und was sind Pflegegrade?
    Liegt eine Pflegebedürftigkeit nach Gesetz vor, kann ein Antrag bei der Krankenversicherung gestellt werden. Diese leitet die weiteren Schritte ein und beauftragt den Medizinischen Dienst der Krankenkassen mit einer Begutachtung. Aufgrund dieser Begutachtung erteilt die Pflegekasse den Pflegegrad, welcher die Höhe der Leistungen bestimmt.
  • Antrag auf Pflegeversicherung:
    Wenn ein Antrag auf Pflegeversicherung gestellt ist, beauftragt die Pflegekasse den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit der Begutachtung Ihres Angehörigen, um den Grad der Pflegebedürftigkeit (Pflegegrad) festzustellen, der über die finanziellen Leistungen der Pflegeversicherung entscheidet.
  • Auf den Beratungstermin sollten Sie sich vorbereiten:
    Je besser Sie Bescheid wissen und je mehr an präzisen Informationen zum Pflegebedürftigen Sie beisteuern können, desto effektiver kann das Gespräch werden.

Wir beraten Sie gerne!

  • Wo wird gepflegt?
    Kann die eigene Wohnung pflege- und altersgerecht angepasst  werden? Oder sollte die Wohnsituation verändert werden?
  • Wer übernimmt die Pflege?
    Kann die Pflege von einem Angehörigen übernommen werden oder wird zusätzliche Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst oder eine Betreuungskraft benötigt? Eine Alternative kann auch eine vorübergehende Betreuung in einer Kurzzeitpflege oder eine Tagespflege sein. In bestimmten Fällen ist die vollstationäre Pflege die beste Lösung.
  • Kann ich selber Pflegen?
    Wenn Sie selber Pflegen wollen, können Sie nach dem Pflegezeitgesetz (ab 2012 Familienpflegezeitgesetz) ihre Arbeitszeit verringern oder den Beruf bis zu sechs Monate unterbrechen. In Pflegekursen können Sie die wichtigsten Handgriffe zur Pflege lernen.
  • Was ist, wenn eine Rundum-Betreuung notwendig wird?
    Mit zunehmender Pflegebedürftigkeit kann es notwendig werden, dass der Betroffene den ganzen Tag betreut werden muss. Entweder muss der Betroffene dann in ein Pflegeheim oder eine 24-Stunden Betreuung muss ins Haus kommen.
  • Ist die Wohnung für Pflege geeignet?
    Nicht jede Wohnung ist altersgerecht und barrierefrei. Häufigstes Hindernis sind Treppen oder Stufen. Eine nicht barrierefreie Wohnung kann durch Unfälle die Pflegebedürftigkeit noch verschlimmern.
  • Um was muss ich mich noch kümmern?
    Klären Sie rechtzeitig rechtliche Fragen wie Vertretung des zu Pflegende, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.

Bitte sprechen Sie uns an wir beraten und unterstützen Sie gerne!

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